Bargeld auf Reisen

Wie viel Bargeld du auf deiner Reise dabei haben solltest, kann nur schwer beantwortet werden. Auf der Reise ist ein Mix aus Bargeld in der lokalen Währung, US-Dollar und Euro sinnvoll. Natürlich kommt es ganz auf das Reiseland an, was Sinn macht. Es ist aber immer emfpehlenswert eine Bargeldreserve im Wert von CHF 200 bis 300 (EUR 150 bis 250) für Notfälle dabei zu haben.

Bargeld in lokaler Währung

Ein fremdes Land, eine fremde Währung. Aber welche? Informiere dich vor der Einreise über die landesübliche Währung und den Welchselkurs. Gut informiert sein hilft, beim Geldwechsel nicht betrogen zu werden. Eine gute Informationsquelle zu aktuellen Wechselkursen ist oanda.com. Es ist sinnvoll am Flughafen einen kleineren Betrag in die lokale Währung zu wechseln, so kannst du das Taxi, Tickets für öffentliche Verkehrsmittel, einen Snack oder Getränke bereits mit lokalem Geld zahlen. Es gibt nichts ärgerlicheres, als wenn du Durst hast und kein Getränk kaufen kannst und das nur, weil du nicht die richtige Währung dabei hast. Unterwegs kannst du entweder in Wechselstuben, Banken und Hotels Bargeld wechseln oder am Geldautomaten mit der Kreditkarte, Maestro-Karte und Travel Cash Karte abheben. Beim Geldbezug am Automaten kannst du teilweise zwischen der lokalen und Fremdwährungen wählen.

Bargeld in Fremdwährung

Zuviel Bargeld in einer Fremdwährung mitzunehmen, macht in den meisten Ländern keinen Sinn. Eine Bargeldreserve in einer Fremdwährung wie US-Dollar oder Euro ist aber sinnvoll. Es empfiehlt sich einen Betrag im Wert von etwa CHF 200 bis 300 (EUR 150 bis 250) dabei zu haben. Es hilft Engpässe zu überbrücken und sollte der Bezug am Geldautomat mit der Karte nicht funktionieren, hast du mit Bargeld eine eiserne Reserve. Reist du zum Beispiel durch abgelegene Gegenden wie den Dschungel von Laos, nützt dir Plastikgeld nichts. Die wohl verbreiteste Währung ist der US-Dollar, erkundige dich aber vor der Reise über die Akzeptanz von Fremdwährungen.

Sicherheit: Bargeld aufteilen

Bargeld ist das unsicherste Zahlungsmittel und es ist nicht empfehlenswert allzu viel Geld auf sich zu tragen. Du kannst es verlieren oder es kann dir gestohlen werden und bei einem Verlust oder Diebstahl wird Bargeld nicht ersetzt. Das Risiko eines Diebstahls kannst du minimieren, indem du nicht öffentlich zeigst, was du alles dabei hast und vor allem lasse nie Geld offen liegen – auch nicht in einem Schlafsaal. Verteile das Geld auf verschiedene Orte. Solltest du trotzdem einen grösseren Betrag in bar auf dir tragen, umso wichtiger ist es das Geld aufzuteilen.

ANMERKUNG: Natürlich kommt es ganz auf das Reiseland und die Möglichkeiten der Geldbeschaffung an. In Ländern wo es praktisch an jeder Ecke einen Geldautomaten gibt, reicht eine kleinere Menge Bargeld.

Tipps, wie du dir Ärger ersparen kannst

In Südostasien sind wir was Bargeld angelangt mit US-Dollar am besten gefahren. Wir haben aber schnell gemerkt, dass in anderen Ländern andere Sitten herrschen. Vor allem was die Akzeptanz von US-Dollar-Noten betrifft. In Indonesien und in Burma war der Zustand der Dollarnoten sehr relevant. Es wurden nur tadellose Noten akzeptiert, respektive die Noten mussten neu aussehen. Ein weiterer Stolperstein waren die Seriennummern. Gewisse Seriennummern wurden mit der Begründung abgelehnt, dass die Serie XY auf der Liste gefälschter Noten sei. Zudem haben wir in Burma wie in Indonesien mit grossen Noten einen besseren Wechselkurs erhalten. In Ländern wie Laos oder Kambodscha waren kleinere Noten beliebter. Dazu ein paar Beispiele.

Indonesien: Tiefe Bezugslimite

Auch beim Geldbezug gibt es gewisse Dinge zu beachten. In Bali (Indonesien) zum Beispiel ist das Limit für Bezüge am Geldautomaten sehr tief. Der maximale Betrag kann bei IDR 2’000’000 (ca. USD 200) liegen, bei gewissen Banken aber auch nur bei IDR 400’000 (ca. USD 40). Im Normalfall ist das kein Problem. Es kann aber dann kritisch werden, wenn du auf eine kleine Insel weiterreist und es dort keine Möglichkeit gibt, Geld an einem Automaten abzuheben oder du nicht mit Kreditkarte zahlen kannst. Eine gute Vorabklärung ist angebracht, wer in abgelegene Gebiete reist. Gute Informationsquellen bieten Reiseforen oder andere Reisende.

Burma: Neue, ungeknickte US-Dollar-Noten

Die Burmesische Währung heisst Kyat und kann nur im Land selber umgetauscht werden. Das heisst, du musst sämtliches Geld, das du während der Reise benötigst in US-Dollar oder Euro mitnehmen und auf der Reise hast du das gesamte Bargeld bei dir. Vorsicht bei Euro, diese werden nicht überall zum Umtausch akzeptiert. Es ist sinnvoll Bargeld in grossen Stückelungen mitzunehmen. Beim Umtausch von 100-Dollar-Scheinen oder 200 Euro Noten gibt es einen besseren Kurs als mit kleinen Noten. Die Geldscheine müssen für den Umtausch neu, sauber und ungeknickt sein. Mit viel Glück werden geknickte Scheine auf dem Scharzmarkt getauscht, dann meistens aber zu einem schlechteren Kurs. Wer sicher gehen will, hat druckfrische Noten zum Tauschen dabei. Der Geldwechsel findet entweder am Flughafen, in Banken oder auf dem Schwarzmarkt statt. Geldautomaten gibt es in Burma nicht. Das zeigt einmal mehr, eine gute Recherche ist das A und O.